Eintritt
Erwachsene u. Jugendliche ab 16 Jahren: € 3,50
Dauerkarte (11 Tage gültig): € 13,-
Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre freier Eintritt
Kassa - Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Samstag 17 bis 00 Uhr
Info-Hotline
0664/5404068
Der Schlosspark in Eisenstadt
Sehr oft gibt es Gebäude oder Anlagen in unserer näheren Umgebung, von denen wir relativ wenig wissen, außer vielleicht, dass es sie gibt. Eine dieser Anlagen ist der Schlosspark in Eisenstadt. Bekommt man nähere Informationen über diese Anlage, so erscheint diese plötzlich sehr kostbar und in einem ganz anderen Licht.
Der bereits oben genannte Schlosspark befindet sich inmitten von Eisenstadt, der Landeshauptstadt des Burgenlandes. Viele wissen nicht, welches "Juwel" dieser Park darstellt und welche Rolle er vor allem in der Vergangenheit gespielt hat.
Paul I. Esterházy ließ in den Jahren 1663-1672 die Wasserburg von den berühmten Bauherren Carlo Martino Carlone und Sebastiani Bartoletti zu einem Barockschloss, dem heutigen Schloss, umbauen. Im Garten ließ er Statuen von weiblichen antiken Gottheiten und alttestamentarischen Frauengestalten aufstellen. Weiters wurden Brunnen, ein Ziergarten, aber auch ein Obst-, Kraut- und Arzneipflanzengarten angelegt.
Im Jahre 1803 wurde der Schlosspark durch weitere Grundzukäufe auf ca. 45 ha vergrößert. Der gesamte Garten wurde im Stil eines englischen Landschaftsgartens umgestaltet. Dabei entstanden Teiche und weitere Wasserläufe. Nach kurzer Zeit stellte sich jedoch heraus, das nicht genügend Wasser für die Parkanlage vorhanden war, was wiederum dazu führte, dass Fürst Nikolaus II. die erste Wattsche Dampfmaschine im Habsburgerreich kaufte und diese im Maschinenhaus, dem heutigen Freibad, aufstellen ließ. Diese sollte das Wasser vom Maschinenteich zum höher gelegenen Obeliskteich befördern und wieder zurück. Somit befand sich das Wasser in einem ständigen Kreislauf.
Nun hatte der Besucher die Möglichkeit auf geschwungenen Wegen durch künstlich angelegte Landschaften zu wandeln und dabei schöne Gartenbauwerke bewundern. Im Bereich der Orangerie hat sich nicht viel verändert. Hier hatte man weiterhin das Barocke im Auge. In den Gewächshäusern befanden sich damals rund 70.000 Pflanzen, die Kostbarkeiten darstellten, die sogar die kaiserliche Sammlung in Schönbrunn übertrafen. Ab 1819 wurde dieser Garten durch begeisterte Berichte verschiedenster berühmter Besucher in ganz Europa bekannt.
Durch Pflege der fürstlichen Gärtner konnte die Schönheit des Garten bis zu Beginn des Zweiten Weltkriegs erhalten bleiben. Danach begann die Verfallsperiode. 1987 gründete man den Verein "Freunde des Eisenstädter Schlossparks" und begann mit Hilfe der Stadt Eisenstadt den Park stufenweise neu aufzubauen.
Heute erstrahlt der Schlosspark in Eisenstadt wieder in seinem alten Licht und bietet Erholung für Jung und Alt. Jedermann sollte daher bei einem Besuch in Eisenstadt nicht vergessen, dieses kostbare Juwel aus vergangenen Tagen zu durchwandern.